Advent

Pünktlich zum Adventanfang kümmert sich die Redaktion der Heimatzeitung um die Bilder hungernder Kinder, als gäbe es sie nicht das ganze Jahr über. Mit einer Überweisung auf das angegebene Spendenkonto kann man das Problem lösen und wird sogar noch auf einer Spenderseite veröffentlicht. Hilft es was? Nein, denn nächstes Jahre warten die hungrigen Kinderaugen bestimmt wieder und wieder können wir uns freikaufen. Und wenn sie nicht sterben, was angesichts der ausgehungerten Körper sehr unwahrscheinlich ist, dann geht es übernächsten Advent weiter. Kinder! Immer sind es Kinder, keine Erwachsenen, keine Alten. Ist halt eine Frage der Lukrativität. Ansonsten Aleppo. Aleppo im Frühstücksradio, Aleppo in den Mittagsnachrichten und Aleppo als "Gute-Nacht-Geschichte". Mittlerweile kenne ich jedes Viertel von Aleppo und fühle mich ertappt, wenn ich nicht exakt weiß, wer wo momentan das Schießen hat. Leider ist die Welt nicht besser, denn sie ist wie die Menschen. Und die Menschen ... ? Was hat sich Gott nur dabei gedacht. Kein Sender fragt mich, ob er mich mit mit Kriegsnachrichten abstumpfen darf. Sie tun es einfach. Also entkomme ich Aleppo nur, wenn ich nicht mehr hinhöre, wenn ich mir einbilde, dass die Welt um mich herum kein Kriegsgebiet ist und keine Bombe den Advent zerreißen kann. Es gab sie immer, die Kriege und die Machtspiele, aber selten zuvor wurden wir ständig damit konfrontiert. Das wird wohl einen Grund haben, aber ich habe keine Lust, diesen Grund zu erfahren, denn es wird wohl kein schöner Grund sein, der uns täglich das Grauen ins Haus bringt. Aber wir haben die Freiheit, den Gräueln zu entsagen, zumindest im Advent und nur positive Nachrichten an uns heranzulassen. Nachrichten, die zu Weihnachten passen und die Grausamkeit des Weltgeschehens mal ausblenden. Vielleicht wäre das sogar ein gangbarer Weg, die Grausamkeiten komplett abzuschaffen. Denn all die Soldaten kämpfen nicht für sich, sondern sind nur die Figuren auf dem Schachbrett. Sollen sich doch die Schachspieler selber die Köpfe einschlagen. Dann würde es aber für die Heimatzeitung ziemlich schwierig, aktuelle Fotos von hungernden Kindern zu bekommen. Insofern wäre die Verbesserung der Welt ein ziemlicher Schlag für die Medien, die aasgeiergleich ständig nach schlechten Nachrichten Ausschau halten. Aber wäre das nicht ein akzeptabler Preis für eine bessere Welt?

Tradition

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Vereinsmitglieder!
Als Vorstand vom Hinterfotzinger Traditionstrachtenverein "Was liegt des pickt" möchte ich euch meine Gedanken zum anstehenden Weihnachtsfest als Wegweiser für traditionelles Adventverhalten mitgeben. Ja natürlich haben wir eine Tradition, was glaubst du? Tradition, das ist doch das einzige, was uns vor dem Davonschwimmen rettet. Freilich, früher, da hatten sie keine Tradition, weil es noch keine Vereine gab, die sich um den Erhalt der Tradition kümmerten. Da war praktisch alles immer wiegelwagel und jeder machte es so, wie er eben wollte, aber eben nicht traditonsgemäß.
Nehmen wir einmal die Tracht. Also Hut, Jancker, Gilet, Lederhose, Strümpfe und Haferlschuhe. Da gab es einen regelrechten Wildwuchs, ja sogar diese T-Hemden wurden zur Lederhose angezogen und nicht einmal hineingestopft, wie das vorschriftsmäßig sein muss. Wir haben alles exakt geregelt und aufgeschrieben, dass sich ja nichts mehr um ein Jota verändert, denn das ist Tradition, wenn man sogar in fünfhundert Jahren noch genau dort, wo wir es aufgeschrieben haben, die Knöpfe für das Hosentürl hin nähen muss.
Ein richtiger Jancker hat auch kein Händitascherl, weil es beim Aufschreiben keine Händis gab und wo kämen wir denn da hin, wenn man ständig Herumverändern würde, nur dass man der Zeit gerecht wird. Mein Lieber, diese Zeit, mit der kannst mir gehen. Die arbeitet gegen alles und jeden, das sich der Bewahrung unserer urbayerischen Werte verschrieben hat. Ein traditionsbewusster Bayer braucht kein Händi, weil es das zur Entstehungszeit der Tradition, also vor dreißig bis vierzig Jahren überhaupt noch nicht gegeben hat und keinem ist es abgegangen. Dass der Bayerische Rundfunk jetzt die Volksmusiksendungen nicht mehr auf Traditionsgeräte überträgt, sondern bloß mehr auf dieses neumodische Zeug, das ist eine Sauerei.
Da lobe ich mir die Kirche, die bleibt der Tradition treu und hat wieder auf den rechten katholischen Boden zurückgefunden. Der Kirchgang darf nicht freiwillig sein, da müssen wir wieder hin. Und genauso muss das auch mit der bayerischen Tradition passieren. Wir haben den Landlerschritt mit allen Figuren exakt festgeschreiben und damit ist gewährleistet, dass er überall in Bayern gleich getanzt wird und nicht da a so und dort ganz anders. Da haben wir aus vielen lokalen Varianten eine Tradition gemacht und Ausnahmen gibt es nicht. Wer den Landler nicht vorschriftsmäßig tanzt, bekommt Tanzverbot.
Unser Antrag auf hohe Bußgelder bei Traditionsverstößen liegt bereis im Heimatministerium vor und gleich noch ein zweiter, dass der Minister von unserem Heimatministerium aus Bayern kommen muss und nicht aus Franken. Das mögen schon irgendwie Bayern sein, aber ansonsten eigentlich nicht. Wer nicht bairisch spricht, der kann niemals nicht ein echter Bayer sein, wie der sö der, der jetzt Minister ist. Außerdem muss jeder Bayer Mitglied in einem Traditionsschutzverein sein und auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Tradition einen Eid ablegen und die Meineidigen werden mit Zuchthaus nicht unter zwanzig Jahren bestraft.
Da aber bald Weihnachten ist, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein traditionsverbundenes und mit echten Bienenwachskerzen bestücktes Weihnachsfest und dass die Perchten und sonstigen Adventunruhestifter und Maskenkasperl mitsamt der ganzen Hallowienbagage endlich der Deifö holen soll.
In diesem Sinne!
Ein friedliches Fest in voller Tracht!
Euer Otto Krachlinger

Die närrische Zeit

Jetzt haben wir auch schon Jecken bei uns, als wäre die Vogelgrippe nicht Panikfaktor genug und der IS. Der 11.11. mittlerweile ein Standardtermin in behäbigen niederbayerischen Rathäusern, als ob die Narren das Rathaus jemals verlassen würden. Zu "Hallo Wien" rennen neuerdings Clowns herum, die man am besten mit einem Eimer schön kaltem Wasser übergießt und "so reisen, so reisen, so reisen wir daher" singt, praktisch Inklusion. Der Innenminister duldet keine "Hallo Wien"-Clowns und will sie weg haben. Aber was macht er, wenn der Landtag dann leer ist?
Es ist schon ein Graus, wenn der Fasching zum Karneval mutiert und praktisch nicht mehr weg geht. Wenn sich dann auch noch ein Karnevalsverein bildet und mit rheinischen Narrenkappen dem letzten Funken Fasching schon vor dem Advent den Garaus macht, weil praktisch rechts überholt, dann braucht nur noch der Playback-Import aus Südtirol kommen und uns mit schmalztriefender Adventstimmung zuschnulzen, dass wir bis Heiligdreikönig kein Plätzchen mehr hinunterbringen.
Tradition ist schließlich im Wandel und die Globalisierung nimmt ihren Lauf. Wer immer alles haben will, muss am Ende auch bereit sein, alles zu nehmen. Leberkas al dente und Weißwürste on the rocks. Aber bitte nicht jammern, wenn jemand ein Gilet zur Jeans anzieht und dann in maximaler Traditionsverachtung nicht mal zuknöpft, oder ein T-Shirt in die Lederhose stopft. Identität wird schwieriger und verwischt. Aber wer weiß schon, wo unsere Bräuche letztlich her stammen und was noch alles bei uns landen wird. Und wenn die ganze Welt in einem Einheitsmultikulti landet, dann müssten eigentlich auch die Vorbehalte gegen die Anderen verschwinden und es gibt keine Flüchtlinge mehr, zumindest wird man sie nicht mehr erkennen.

Z'boid

Wenn ma en Februar 's Güllefoahrn a'fangt, dann ist des z'boid.
Und wann's d' am am Aschamittwoch scha g'farbte Oar kaffa kaast a.
Z' boid is, wann's baan Mah de Kitzl gar nimma zreißt,
weil s' e se nimma en Groß vastecka kinnand.
Es is aa z'boid, wann des Sunnewendtfeier scho vorher brennt
und sauwa z'boid, wann da Tod den junga Motorradlfohra ohoid.
Z'boid is a, wann se da Christkindlmoakt en Herbst ei varrent.
Wann mia owei so boid dra hand, warum kemmand ma dann so oft z'spät?

Die Mauer von Minga

Wenn man was sehen will, dann schaut man hin. Gut, manchmal schaut man auch wo hin, ohne dass man etwas sehen will. Jetzt haben sie in Minga eine Mauer gebaut, damit man nicht aus Versehen wo hin schaut, wo man gar nicht hinschauen will. Und jetzt regen sich die einen auf, weil die anderen nicht hinschauen wollen, praktisch Flüchtlingsbeobachtungsverweigerungshaltung von Mauer verhindert. Aber mal ehrlich, wenn jemanden das Thema Flüchtlinge nicht interessiert, sollte der dann nicht die Möglichkeit des Vorbeischauens haben? So wie der Atomkraftbefürworter die Notwendigkeit von Endlagerstätten als  übertriebene Vorsicht hält. Jetzt steht da also in München so eine Mauer und beide Seiten werden am Sehen gehindert. Die einen sehen das Elend nicht und die anderen nicht, wo sie eigentlich gelandet sind. Ich würde die Mauer anmalen. Auf die eine Seite Mekka, auf die andere ein Biergarten, dann würde die Mauer niemand mehr stören, weil jeder das sieht, was er gerne sehen möchte. Ist doch eigentlich logisch.

Aus gehabtem Schaden nichts gelernt

In Hinterfotzing brodelt es. Nachdem wir im Zentralorgan unserer Gemeinde, nämlich dieser Website nach mehrfacher Beschwerde eines Vereinsmitgliedes den altertümlichen Führungstil im größten Verein der Gemeinde anprangerten, scheint nun der Zorn beim stellvertretenden Vorsitzenden hochzukochen. Hauptkritikpunkt ist der autokratische Führungsstil. Hier beruft sich der Vize auf  die lange Tradition, die man als verbindlich und gültiges Recht betrachten müsse. Eine schwer haltbare Position, denn der Vize war bis vor kurzem Mitglied eines Konkurrenzvereins mit ganz anderen Statuten und sich als neuer auf Tradition zu berufen ist wie neuer Wein in alten Schläuchen. Brisant dabei: Der Vorstand selbigen Vereins spielte der Redaktion Informationen von Emerenz Meier zu, die belegen, dass die Schriftstellerin zu ihrer Zeit schon die gleichen Machenschaften des Vereins anprangerte. Hat sich also in hundert Jahren gar nichts geändert? Frei nach Curt Jürgens "aus gehabtem Schaden nichts gelernt" Das kann man wohl nicht behaupten. Es hat sich mehr geändert, als in zweitausend Jahren zuvor und das Tempo der Veränderungen nimmt weiter zu. Vereine kommen und gehen. Blinden Vereinsgehorsam gibt es nicht mehr, deshalb wird auch der traditionsreichste Verein gehen, wenn er sich entbehrlich macht und glaubt, die Bedürfnisse der Mitglieder ignorieren zu können, die Augen vor den Nöten der Zeit zu verwschließen und lieber Massenaustritte in Kauf zu nehmen. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Stummer Protest

Es gibt Dinge, die kann man gar nicht hoch genug wertschätzen. Dazu gehört die Freiheit. Wer den Eisernen Vorhang erlebt hat, das geteilte Deutschland, der weiß um den Wert des 9. November 1989, als die Mauer ohne einen Tropfen Blutvergießens fiel. Der 9. November hätte eigentlich nationaler Gedenktag werden müssen und nicht der Todestag des FJS. Freiheit, wie fühlbar, wie prickelnd herrlich war das, Ganzkörpergänsehaut, so unglaublich schön. Leider ist vieles verblasst, mit den Trabis verschwunden.
Anders in der Kirche, da ziehen die alten Zoten wieder ein und ich weiß nicht, ob die Rückwärtsfahrer eigentlich wissen, was sie tun, wenn sie die Gottesdienste sukzessive mit Latein infiltrieren. Dass Menschen dafür starben, weil sie sich für Gottesdienste in der Muttersprache einsetzten. Jan Hus wurde beim Konzil in Konstanz verbrannt, obwohl man ihm freies Geleit zugesichert hatte, die Folge waren die Hussitenkriege. Vermutlich ist die Dogmatik die schlimmste aller katholischen Tugenden. Festhalten am Überholten, am nicht mehr zeitgemäßen, aus Angst vor Veränderung. Dabei ist das einzig stete die Veränderung und sie ist unabdingbar. Sie wird ihren Preis dafür zahlen müssen, die Kirche. Gott sei Dank ist der Mensch heute aufgeklärt und nicht mehr der willkürlichen Verdammnis ausgeliefert. Lateinischen Gebeten stumm zu begegnen ist nur schwacher Protest, fernbleiben die logische Fortsetzung. Wer braucht eine Kirche, die sich vom Jetzt lateinschwafelnd abwendet? Die leeren Bänke sprechen über die katholische Kirche ein vernichtendes Urteil. Dabei waren die Chancen, eine ausgehungerte Seelenschar erreichen zu können selten größer als heute. Aber wie Karl Valentin schon treffend feststellte: Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut. Fragt sich halt, ob unsere weltentrückten Seelsorger überhaupt mögen? Also mögen, wie es erforderlich ist? Wer die Welt verstehen will, muss schon in ihr leben.

Alles Gott <> Gott alles

Jetzt nehmen wir mal an, Gott hat alles erschaffen, so steht es ja auch in der Bibel. So ein richtig schöner Urknall. Prosit Neuschöpfung! Als dann der erste Pulverdampf verrauchte begannen sich die frisch gebackenen Materieteilchen zusammenzurotten und bildeten so das oder die Universen mit unheimlich vielen Galaxien, die aus unheimlich vielen Sternensystemen mit umlaufenden Planeten, mit oder ohne herumrotierende Monde. Einen dieser ungezählten Planeten bewohnen wir. Wobei die Erde schon eine ganz geraume Zeit hinter sich gebracht hat, bis es auf ihr zu menscheln begann. Diese Anfangsmenschen waren auch noch nicht so ganz der Hit, aber irgendwann in der Zeit vor einer million Jahren und hunderttausend Jahren fingen unsere Urahnen an ein bisschen abstrakt zu denken und auch über sich selbst. Und relativ schnell begriffen sie, dass es einmal aus ist. Ein unangenehmer Gedanke, den sie bald nicht mehr akzeptierten und begannen Brücken zu bauen und ein Leben danach zu erfinden. Da sie für die Existenz der Erde, die sie damals noch für ziemlich einmalig hielten, keine Erklärung hatten, nahmen sie berechtigerweise an, dass ein höheres Wesen sie gemacht hatte. Sie nannten das Wesen je nach Sprache zum Beispiel Gott. Und weil sie sich vieles nicht erklären konnten, war fortan Gott für alles verantwortlich. Andere Frühmenschen nahmen an, dass Gott in allen Dingen wohnt, also allgegenwärtig ist. Andere wollten ihn lieber auf Distanz und bauten Orte, an die sie Gott verbannen konnten. Das glaubten sie zumindest. Sie glauben auch, dass Gott sie nach dem Tod braucht und in anderer Form weiter leben lässt. Oh, das müsste dann aber ein sehr bedürftiger Gott sein, ein einsamer. Und er müsste auch ein Reserveuniversum, zumindest eine Reserveerde haben, wo er eine Art Flüchtlingslager unterhält, dass aber immer mehr aus allen Nähten platzt, weil immer mehr rein, aber keiner mehr weg kommt. Das er einsam ist, erkannten die Christen schnell und haben in dreigeteilt, wobei er so aussieht, wie sie. Die Hindus sagten, das das alles für einen Gott viel zu viel ist und machten gleich mehr davon. Wenn's um danach geht, tun sich halt die wieder leichter, die Gott in allem, also praktisch auch in sich selbst vermuten, denn die können ja gar nicht sterben, denn dann würde ein Stückchen Gott mit ihnen sterben. Aber wenn man mal einen Blick auf die Dimensionen wirft. Da kann man sogar mögliche weitere Universen, also Multiversen vernachlässigen. Schon allein unser Universum (wieso unseres?) ist schon so unvorstellbar groß, dass die Erde darin nicht mal ein noch so kleines Staubkörnchen ist. Höchstens ein unendlich kleiner Teil in eine unendlich kleinen Staubkörnchen. Darauf sieben Milliarden Menschen, wovon du einer bist. Jetzt rechne dir mal deine Bedeutung aus und vor allem, wie unwichtig du eigentlich bist. 

Auf Spritztour

Tausende hasten in die Kirche, dann auf den Friedhof, der Totenerinnerungspflicht Genüge zu tun. Der Priester verströmt düstere Gedanken von einem langeweiledurchwobenen Jenseits, auf das man sich auch noch freuen solle. Und zur Unterstreichung jammert der Kirchenchor anschließend Maximalverzweiflungslieder, die wie Gewitterwolken über den Friedhof wabern und tatsächlich tropfen, wenn der Priester seine Spritztour durch die Gräberreihen macht. Man muss schon ziemlich alternativlos sein, um sich das als verlockendes Paradies andrehen zu lassen.

Altweibersommer

Herbstmorgen. Die Sonne verriet beste Bedingungen, zumindest für eine Stunde, bis sie den Dunst aus der Erde heizt.  Die Wärme der Farben, welche unser Auge als Meisterin des Betrugs übermittelt, mit Polfilter ein wenig verstärkt, damit die Stimmung auch beim „Nachschauen“ bestens passt. Dieses Gold des Morgens, das sich in den Blättern verfängt und das Pastell der taunassen Wiesen. Die klare und würzige Herbstluft, erdig duftend und der betörende Geruch überreifer Früchte, denen schon ein Stich Verwesung anhaftet, nur so viel, dass die Lust zum Reinbeißen eher noch gesteigerte wird. Wie weintrunken tanzen faschingsbunte Blätter durch die Luft und purzeln in den raschelnden Teppich um die Baumstämme. Der Wald wird lichter, verliert sein schützendes Dach und die Sonnenstrahlen tanzen über das üppige verstreute Waldbodenbunt. Scharfe, prägnante Strahlen, klar und hart, weil der sommerliche Weichzeichner, die flirrende Luft in südliche Gefilde entschwunden ist. Sie beleuchten starke Kontraste und scharfe Konturen. Das ist der Altweibersommer. Altweibersommer: eine schöne Parabel. Ein altes Weib, dem überraschend noch ein Dutzend warme Sonnentage geschenkt werden. Mit allen Sinnen und aller Lebenserfahrung und auch dem Wissen, dass es die letzten freudigen Tage des Lebens sind, wird sie alles auskosten und lebenshungrig einen letzten großen Sinnesrausch durchtaumeln ohne auch nur einmal an das spätere Grau denken. 

Was man erfinden müsste

Es ist ja schon so viel toller Blödsinn erfunden worden. Nehmen wir einmal Facebook oder die Pokemonster. Dinge, die keine Sau braucht, ja das Leben sogar bestehlen, trotz aller sogenannten Freunde, die nichts besseres zu tun haben, als unsere Zeit tot zu schlagen. Da wäre Langeweile wirklich die bessere Lösung. Ja mit solchem Blödsinn wird die Welt nicht reicher, nur die Erfinder. 
Es wäre doch wieder mal an der Zeit, etwas richtig praktisches zu erfinden, zum Beispiel einen Rasenmäher mit integrierter Schnittgutbiogasanlage zur Versorgung des Motors und die Gülle düngt den Garten. Wenn dann noch Gas für's Auto bleibt ... umso besser. Ja, so müsste erfunden werden. Dinge, die unser Leben erleichtern. 

Das Ende der Schwestern

Was wäre die Kirche ohne die Frauen? Richtig: Leer! Insofern ist es schon verwunderlich, das sich das gerne schwachgeredete Geschlecht von den geweihten Ämtern fernhalten lässt. Eine Priesterin ... ? Nun ja, gibt es in vielen Religionen. Unwahrscheinlich, dass die katholische daran zugrunde gehen würde. Dass man die Frauen in der Lesung bislang netterweise einband und das "Brüder", welches vor allem dem Paulus so ausschließend über die Lippen kam in "Schwestern und Brüder" ummünzte, es wird sukzessive immer öfter vergessen, vor allem von den Berufenen. "Das hat schon ein G'schmäckle" würde der Schwabe sagen. Frauen also zunehmend zurück in die Unwürdigkeit und praktisch nur für niedere Dienste, wie Kirchenputzen, weil Jesus eindeutig Mann und Gott sowieso. Sogar DER Heilige Geist, also nirgends Frau. Wenn du als Frau in der Kirche was werden willst, dann höchstens als Maria, aber der Job ist ja schon weg. Wie sieht es nun aus, wenn ein ehebrüchlich gezeugtes Kind Priester werden möchte? Natürlich kein Problem, wenn es ein Knabe ist, der ist dann schnell unbefleckt. Und muss ein priesterlich gezeugtes Kind überhaupt zum Priester geweiht werden? Erfüllt es den Tatbestand der Sünde, wenn ein katholischer Priester ein Kind zeugt und nicht zu ihm steht? Vermutlich nicht, denn die alleinige Schuld daran trägt die sündhafte Frau aufgrund ihrer Verführungskünste. Immerhin wurden auch im Alten Testament nur Frauen bei Ehebruch gesteinigt, als hätten sie das alleine bewerkstelligen können. Man muss den Frauen schon eine enorme Duldsamkeit bestätigen. Dabei wurden sämtliche Priester aus Frauen geboren. Und dann werden sie - treu den Paulinischen Vorstellungen - ignoriert. Brüder, ich sag's euch: Die Welt bleibt männlich, da hilft auch der Artikel nichts.

Die maximale Unfähigkeit

Freilich, wenn einer absolut nicht mehr auf einen Berg kann, weil halt die Kondition oder vielleicht auch die Knochen, eventuell sogar die Gelenke. Ja, dann muss er halt herunten bleiben, denn ohne Konditionsknochengelenke kein Gipfel, sondern höchstens Risiko bis Todumfallen. Da muss man seine Grenzen kennen. Dass es beim Denken auch so ist, das wissen die meisten nicht und wähnen sich im IQ-Himmel, also deutlich über hundert Prozent. Ist auch kein Problem, wenn es beim Denken bleibt. Entsteht ja nur angebranntes Hirnschmalz. Aber wenn so ein Flachhirn versucht seine Denkergüsse praktisch umzusetzen, dann wird es oft maximalschwierig. Denn für das Flachhirn ist das Denkresultat die maximal vorstellbare Hirnleistung und wenn du dann kommst und auch noch mit Kritik, meine Güte! Also kommst du nicht, weil du das schon weißt und das minderbemittelte Denkresultat wird auf Biegen und Brechen verwirklicht. Ich sage dir: da ist eine unvorhergesehene Kostensteigerung das geringste Problem, ist ja nur Geld, aber das Zusammenleben mit dem in Beton oder was sonst gegossenen Flachhirndenkresultat steht wie ein mahnender Fingerzeit jeden Tag vor dir und sagt dir, dass es mit der Menschheit wieder ein Stück abwärts gegangen ist. Aber leider erkennst das nur du. Und du steigst so lange du kannst auf Berge, damit du zumindest einige Stunden Distanz bekommst.

Selberdenken

Wenn es Temelin zerreißt oder Ohu, dann sollte man Intelligenz in Bequerel messen. Wenn die Nordtangente gebaut wird, dann in Quadratmeter zerstörter Natur, wenn das nächste Hochwasser maximal gefährdete und mit ignoranter Sturheit ertrotzte Siedlungsgebiete ertränkt, in Millimeter Wassersäule. Dass jeweilig Ergebnis muss man von 100 subtrahieren. Und wenn Ignoranz das Maximum erreicht, sich mit Arroganz paart, dann hat das Abbrühbecken für Politiker die Optimalwirkung erlangt. Deshalb sei auf der Hut vor allem, was dir vor der nächsten Bundestagswahl so alles auf den Präsentierteller landet, es ist mit Lügen aus der Wahlversprechenflasche gewürzt und nach der Wahl schnell geschmack- und wertlos. Einziges Gegenmittel: Selberdenken! Das funktioniert auch ohne Beipackzettel. Einzige Voraussetzung für die Wirkung: Man muss zu Ende denken.

Ja, so muss Leben

Die Jugend jagt Pokemon in einer virtuellen Welt. Scheinbar missbräuchlich irren displaystarrende menschenähnliche Wesen durch die reale Welt, ohne dies zur Kenntnis zu nehmen um irgendwelche Digitalwesen zur Strecke zu bringen. Einzig positiver Aspekt: Die Pokemonjäger kommen aus ihren Digitalhöhlen heraus, bemerken das aber gar nicht, weil ihr Aufmerksamkeitsradius das Handydisplay nicht verlässt. Was kommt als nächstes? Ein virtuelles Oktoberfest, auf dem man Masskrüge klicken muss.? Oder vielleicht ein virtueller Kotzbalken. Wer weiß das schon, was sich das nächste kranke Hirn ausdenkt. Wir werden es sicher erfahren. Aber zunächst geht es mal um maximal wichtige Pokemon. 

Wunderschön:

Gottesdienst des Holzbaumvereins mit Xanxmanna

Auf dem Grillbüchl steht eine Kapelle, die steht da schon sehr lang, also zumindest dreiviertel so lang wie meine Erinnerung und weil es rund um die Kapelle herum nicht nur bewaldet, sondern wunderschön ist, hat der Holbaumverein einen Gottesdienst ineinandergerichtet. Da kam sogar extra ein auswärtiger Seelsorger, der aber früher einmal ein Inwändiger war und da habe ich mir wieder mal gedacht, warum den meisten Seelsorgern die Haar nicht auf dem Kopf bleiben, sondern die Stirn weit in Richtung Nacken reicht. Scheinbar sind Haare ab Priesterweihe nicht mehr auf fruchtbarem Boden. Trotzdem hat er sehr schön vorgebetet und die Leute haben wirklich schön nachgebetet und die Xanxmanna haben die Holzmannamesse so ergreifend gesungen, dass sogar Lob kam und sogar aus Ausland, was jetzt nicht wirklich weit weg ist. Freilich: Auch das Wetter. Man muss es schon loben. Aber vielleicht auch nur Wiedergutmachung für die vorangegangene Nacht, wo wieder mal ein Jahrhundertereignis über unser Heimatland hereingebrochen ist. Wenn so ein Jahrhundertunwetter wirklich nur alle hundert Jahre kommt, dann bin ich heuer schon um mindestens dreihundert Jahre gealtert. Deshalb zwickt es auch schon öfter mal im Kreuz und sonstwo. Kommt von dem verdammten Poweraging. Aber auf den Grillbüchl, da hat nix gezwickt, da war es wirklich sehr schön. Ich bin fast gewillt es Naturerfürchtigkeit zu nennen. Wenn schön auf schön prallt und beides sich zu einem Größeren vereint.

Feiawer

Bayern ohne Feiawer ... undenkbar, schon allein die vielen Feste ... immer Feiawer aktiv. Stell dir vor, du sabberst über den finalen und vermutlich sechsten Masskrug zu deinem Vis á Vis hinüber, der dich eventuell zum Auto schleppt, weil relativ nüchtern. Denn bei so einem Fest muss Feiawer heim fahren können. Andererseits gibt es bei Zeltfesten jede Menge Bier, das Feiawer trinken muss. Dass manchmal Feiawer speiben muss, liegt in der Natur der Sache, das muss dann Feiawer wieder wegputzen. Am Montag dann soll Feiawer wieder arbeiten können, sonst wird Feiawer grantig und droht mit Entlassung, weil Feiawer anderer die Arbeit machen möchte. Allerdings blau machen kann Feiawer.

Wieder der ganz normale Wahnsinn

Ach war das schön. Gefühlte 80% der Nachrichten stilisierten alle möglichen Unwichtigkeiten rund um das runde Leder zu Weltnachrichten hoch. Auf einmal war der Brexit nicht mehr wichtig und der IS musste pausieren, keine Terrormeldungen und nicht einmal der russische Zar schaffte es in die Topthemen.
Ja Deutschland wurde nicht Europameister und dem Ronaldo vergönnen es die wenigsten, dabei schreit er höchsten ein bisschen lauter als der Müller. Ausgeträumt, Ende der Berichterstattung. Nun werden uns täglich wieder die üblichen Themen vorgesetzt, der ganz normale Wahnsinn, auf den wir vier Wochen lang wohltuend verzichteten. Denn mal ehrlich, was interessiert den Durchschnittshinterfotzinger ob die Ausgangssperre in Krachbumistan eingehalten wurde und dass die Terrormiliz XY die Stadt Tschawumm an die Regierungstrottel verloren hat. Das sind doch alles Informationen, die für den Einzelnen nicht mal eine nachrangige Bedeutung haben.

 

Freilich, mann kann dann den Grund für die extrem gestiegenen Rüstungsexporte leichter begründen. Da leisten wir echt ausgezeichnete Hilfe. Obwohl niemals bei erschossenen Terroristen ein deutsches Sturmgewehr liegt, ausschließlich Kalaschnikow. Ich glaube fast, die werden vor dem Foto geflissentlich ausgetauscht. Immerhin Russland! Sehr böse! Und dann suggeriert so eine Kalaschnikow schon, dass die Russen für das Morden in der Welt unheimlich verantwortlich sind und von der Krim bis hinein ins Polarmeer getrieben werden müssen. Ich muss zwar leider bekennen, dass ich keinen einzigen Russen persönlich kenne, jetzt mal abgesehen von den Russlanddeutschen, aber dass die Russen böse sind, das lernte ich schon als Kind und beim Barras kam der Feind immer aus dem Osten und leider immer in den frühen Morgenstunden. Dabei steht der Durchschnittsrusse in den frühen Morgenstunden garantiert noch unter Wodka und das ist eine schlechte Voraussetzung für einen Sturm auf Deutschland. Aber wenn ich das damals einem Vorgesetzten gesagt hätte, wäre es nur in einer weiteren Repressalie gemündet. Außerdem war es eh Wurst, ob der Russe in den frühen Morgenstunden nicht kam oder am Nachmittag nicht kam.

 

Der gefährliche Russe wurde uns schon unheimlich nachhaltig eingetrichtert und dann auch noch Kommunismus, dabei ist es der Kapitalismus, der Natur und Mensch mit allesverachtender Gier ausbeutet. Aber den sieht man nie als Extremmonster in den Nachrichten, sondern höchstens militante Umweltaktivisten, die wieder mal unverständlicherweise ihr schäbiges bisschen Heimat verteidigen wollen. Und seit ein paar Jahren wurde der islamische Terror zum allgemein gültigen Feindbild aufgebaut. Der Vorrat an Selbstmordattentäter scheint größer als die atomare Zerstörungskraft der USA. Dabei fliegt sich ja so ein wandelndes Sprengstoffpaket zunächst mal selbst um die Ohren und das vor allem, weil es ihn nach Jungfrauen verlangt. Und dass das so funktioniert, braucht ein Selbstmordattentäter auch eine ständige Falschinformatiosberieselung. Der Westen ist schuld! Der Westen ist schuld! Der Westen ist schuld ... dass du keine Arbeit hast. Gut, das würde ich auch so sehen. Aber der Westen kam nicht in den frühen Morgenstunden, der kam heimlich und hatte sein Geld dabei und vor allem Waffen, viele viele Waffen. Da konnte dann der Russe natürlich auch nicht blöd dastehen und kam mit ein paar Kalaschnikows, was er halt so entbehren konnte, weil für die Krim musste es dann doch noch reichen.

 

Der Brexit ist jetzt auch wieder da und sehr massiv und auch der VW-Skandal und all die extrem wichtigen Themen, mit denen man uns maximal Angst einjagen kann. Und wir konsumieren, was uns vorgesetzt wird. Wie in einer Werkskantine lassen wir uns alle den gleichen Fraß vorsetzen. Haben wir wirklich die gleichen Interessen? Wie wäre es denn, wenn wir uns die Nachrichten selber zusammenstellen könnten? Aus einer Auswahlliste mit Themen abonnieren wir genau das, was wir sehen wollen. Negative Nachrichten: nein, Kriegsmeldungen außerhalb Europa: nein, Brexit: nein, Sportereignisse: ja, Weltrekorde: ja, Börsenmeldungen: nein, Royals: ja und so weiter. Das wäre es doch. Und man stelle sich die Meinungsvielfalt vor, die daraus resultieren würde und um wie viel besser die Welt für jeden einzelnen ausschauen könnte. Aber das wollen die nicht, die für unsere Feindbilder zuständig sind. Aber vielleicht könnte man zumindest jedes Quartal eine Fußballeuropa- oder -weltmeisterschaft veranstalten, denn dann ist die Welt gleich viel schöner und viel besser aufgelegt und die Feindbildmacher sollten dann viel mehr Urlaub machen, viel reisen und mal nachschauen, ob der Russe wirklich so ein boshaftes Monster ist oder eventuell ziemlich viel Angst hat, was der Kapitalismus aus seinem Land macht, wenn er es in die Finger kriegt.

Der Geschichtenerzähler

Es war einmal ein kleiner Zwerg, also ein wirklich kleiner Zwerg. Er wohnte in einem großen Haus aus Stein, viel zu groß für ihn, aber das störte ihn nicht, er kam sogar sehr gut mit dem großen Haus zurecht, denn seine Arbeitsstelle war ein noch viel größeres Haus, ein riesengroßes leeres Haus. Wenn er in dem riesengroßen Haus war, dann bestand seine Aufgabe darin Geschichten zu erzählen und den Menschen Mut zu machen, aber wie macht man Mut? Er wusste es nicht und deshalb erzählte er jede Woche eine neue Geschichte von einem großen Mann, der vor vielen hundert Jahren gelebt hatte und den Menschen viele Geschichten erzählt hatte, schöne Geschichten aber auch gefährliche Geschichten, bei denen er seinen Zuhörern den Spiegel vorgehalten hatte. Der wirklich kleine Zwerg dachte sich, dass diese Geschichten den Menschen immer noch gefallen müssten und damit hätte er sogar recht gehabt, aber er erzählte nicht diese Geschichten, sondern erzählte von dem Geschichtenerzähler und wie hervorragend dieser seine Geschichten erzählen konnte. Und weil die Menschen immer weniger zuhörten, beschrieb er den Geschichtenerzähler in immer verklärteren Farben. Es ging immer weniger um die Geschichten und immer mehr um den Geschichtenerzähler und das ist so, als würdest du über einen großen Musiker erzählen ohne dass die Zuhörer jemals seine Musik gehört hätten. Du kannst Musik nicht mit Worten beschreiben, man muss sie hören. Er beschrieb den Geschichtenerzähler mit Eigenschaften, über die der Geschichtenerzähler vermutlich sehr erstaunt gewesen wäre. Er hat diese Eigenschaften nicht erfunden, sie entsprangen den düsteren Zeiten lange vor seiner Existenz. Die Zuhörer mochten das nicht.  So wurde der sehr kleine Zwerg immer einsamer in dem riesengroßen Haus, weil seine Geschichten immer verklärter und entrückter wurden und die Zuhörer nichts mehr mit ihnen anfangen konnten und schließlich nach und nach nicht mehr in das riesengroße Haus gingen, wenn sie wussten, dass der sehr kleine Zwerg Dienst tat. Aber der sehr kleine Zwerg blieb beharrlich, das konnte er, denn seinen Lohn bekam er so pünktlich wie das Amen in der Kirche und ungeachtet des Werts seiner Geschichten. Niemand weiß, ob der sehr kleine Zwerg noch im riesengroßen Haus liest, denn die Menschen gewöhnten sich an, nicht mehr in das riesengroße Haus zu gehen und sie merkten, dass es ihnen besser ging, wenn sie die Geschichten des sehr kleinen Zwergs nicht hörten. Das war eigentlich sehr traurig, denn die Menschen brauchen Geschichten. Deshalb sind Geschichtenerzähler sehr wichtig für die Menschen. Geschichten berühren das Herz und die Seele. Geschichten können Menschen auf eine wunderbare Reise entführen. Aber dazu müssen Geschichten gut sein. Gute Geschichten sehr gut erzählt, wer könnte da widerstehen?!

Britengürtellochzange

Nein, die Briten … ts ts ts und dann nix mit Verantwortung, sondern Haupteuropagegner futsch in Verantwortungslosigkeit und der Rest mit gefühlten hundert Prozent ist fassungslos und austrittsunwillig. Ja, vielleicht war es eh nur ein Pokerspiel um noch mehr Rabatt aber da muss man halt auch das passende Blatt haben und nicht so manipuliertes Bürgertum, dem man schnell mal was einreden kann. Und nun: Brexit mit allen Konsequenzen und keine Zugeständnisse ohne Vorteil, Vorteil für Europa natürlich. Ja ja, so schnell kehren sich Verhältnisse ins Gegenteil. Könnte schon sein, dass der britische Gürtel eine Lochzange braucht, aber man darf die Lobbyisten nicht vergessen, die Heerscharen von Kapitalismussöldnern, die den Europaabgeordneten gratis eine Meinung andrehen, selten zu unserem Vorteil, aber so ist freie Marktwirtschaft: wer Geld hat, schafft an. Früher, da hatten wir ja mal soziale Marktwirtschaft, aber da war auch noch Ost : West und da musste man schon dafür sorgen, dass West viel besser. Dann war die Mauer auf einmal weg, die gefürchtete, tödliche Mauer. Heute werden die Mauerreste geschützt. Das hätte man zu DDR-Zeiten mal einem Ossi prophezeien sollen. Ja, das war auch eine verrückte Zeit,
Kommunismusexperiment. Er ist ja heutzutage ziemlich aus der Mode gekommen, aber der Gedanke, dass Kapital dem gesamten Volk gehören sollte gewinnt heute wieder an Attraktivität, wo man eigentlich schon von der Diktatur des Geldes reden kann. Von daher ist es schon gut, dass der Draghi beidhändig und immer fleißiger an der Inflation arbeitet. Man darf auch echt gespannt sein, was mit dem lieben Geld passiert, wenn die Flutung Wirkung zeigt. Mei, wir werden uns auch an die nächste Währung gewöhnen, denn was ist Geld schon. Es regiert halt die Welt, aber essen kann man es nicht und die Luft macht es auch nicht sauber und schont den Regenwald nicht und auch nicht die Weltmeere. Eigentlich ist Geld für die Umwelt ziemlich schädlich, deshalb sollte es wirklich mal mit Vernichtung bestraft werden. Aber ob das nächste Geld besser wird …. ? Hoffentlich, denn so ein umweltzerstörerisches und korruptes Geld wie zurzeit hatten wir noch nie.