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Die neue Homepage

Dem Dreck a Fotzn gem

Sagen wir es mal so: Wenn ein Projekt grandios in die Hose geht und man eine zweite Chance bekommt, dann muss man schon ein grandioser Depp sein, wenn man diese Chance versemmelt. Aber im richtigen Leben passiert so was. Stell dir einmal vor, deine Gemeinde bekommt eine neue Homepage und dann stellt sich das ganze als Flop heraus. Freilich kann das passieren und da hilft dir auch keine Versicherung, nicht mal, wenn sie den Flop bezahlt hat.

Dass dann aber alle Beteiligten am Flop festhalten, weil man sich vertraglich zwei Jahre daran gebunden hat, das ist dann schon die erste grandiose Bankrotterklärung. Wenn man dann aber die zwei Jahre absitzt, rechtzeitig eine Neuauflage mit ausreichend Vorlauf planen kann und dann mit einer noch schlechteren Lösung daherkommt, dann muss allen klar sein, dass man vermutlich genau die Leute mit dem Relaunch beauftragt hat, die das erste Fiasko maßgeblich zu verantworten hatten. Und da frage ich mich schon, welche Narrenfreiheit in dieser Gemeinde herrschen muss.

Dass an diesem Doppelplumps eine namhafte Agentur beteiligt war, die so gar nicht für Doppelplumps bekannt ist, legt den Verdacht nahe, dass hier Agent DoppelNull aus dem Rathaus beteiligt war. Aber sollte es da nicht auch einen Gemeinderat geben? Sollte es, doch der zog es vor, DoppelNull einen Freibrief zu erteilen, wohlwissend dass DoppelNull auch Versemmelt 1 zu verantworten hat. Da fragt man sich dann schon: Warum Gemeinderat? Wie viel Versemmeln braucht es, bis Gemeinderat merkt, dass erneut versemmelt wurde? Aber DoppelNull brauch sich nicht zu sorgen. Keine Konsequenzen. Weiterhin volle Rückendeckung.

Da Versemmelt 2 viel Geld gekostet hat, wird man auf Versemmelt 3 ein bisschen warten müssen, aber es darf als sicher betrachtet werden, dass Versemmelt 3 kommt, denn DoppelNull darf weiter herumnullen und wird sicher Versemmelt 3 maßgeblich versemmeln. So darf sich die Gemeinde sicher bald darauf freuen, den Titel "Am Arsch der Welt" verliehen zu bekommen. Und ich bin mir fast sicher, sie werden sich sogar darüber freuen und das groß im Gemeindeblatt herausstellen. Und diese Tatsache macht den Titel erst richtig verdient.

 

Der TUI-Esel

Wie die Heilige Familie rechtzeitig aus Ägypten zurück kam

Es hat sich also ergeben, dass der Herodes das große Schlottern bekam, als zu Bethlehem ein Kind zur Welt kam. Die Verursacher dieses Schlotterns: drei Weise, die einem Stern gefolgt waren, der plötzlich kam und genau über Bethlehem stehen blieb. Das der Stern ein Komet war, dessen ist man sich heute ziemlich sicher und dass er nicht stehen blieb, ja, das weiß man eigentlich auch. Aber es macht halt so eine Geschichte gleich wundersamer, wenn man einen Kometen zum Stillstand bringt. Gut, die Amerikaner üben sich gerade an derlei Beeinflussung, wobei an Stillstand nicht zu denken ist. Aber lassen wir den Kometen stillstehen. Dass so ein Stillstand die Wissenschaft aus dem Häuschen bringen würde, das kann man sich gut vorstellen und dass Wissenschaftler aus aller Herren Länder sich darüber ihre Gedanken machen würden, davon ist auszugehen.

Der geostationäre Komet

Aber wie muss man sich das vorstellen, wenn ein Komet über Bethlehem stehen bleibt? Dann hätte er ja in eine geostationäre Umlaufbahn einschwenken müssen und mit Leuchten wäre es dann ziemlich vorbei. Vor allem wäre er dann heute noch dort. Wir sehen schon, das mit dem Stillstandskometen ist eine vertrackte Sache. Und warum überhaupt Bethlehem? Wegen der Volkszählung steht geschrieben. Jetzt waren die Römer ein sehr schreibeifriges Volk, alles wurde festgehalten, aber die Volkszählung haben sie vergessen. Laut Aufzeichnung der Römer gab es die nicht. Doch brauchte man sie unbedingt und man musste den Zimmerer Josef unbedingt von David abstammen lassen, damit der einen Grund hatte, nach Bethlehem zu reisen. Wobei das nun eigentlich völlig unsinnig war, denn wenn der Josef vom Stamme Davids ist, was muss er dann nach Bethlehem zu einer nicht stattfindenden Volkszählung, noch dazu mit einer hochschwangeren Frau und einem Kind, das nicht sein Kind sein soll.

Engel hilft Josef aus dem Schneider

Da es damals noch keine Gentests gab, musste Josef der Maria das einfach glauben, dass ihr ein höheres Wesen zur Schwangerschaft verholfen hatte. Immerhin sollte er soweit Herr seiner Sinne gewesen sein, dass er wusste dass er es nicht war. Und sollte er es mit einem Augenzwinkern hingenommen haben, dass ein Geistwesen ebenfalls Anspruch auf die Vaterschaft erhob, dann war er einigermaßen aus dem Schneider, denn vor der Ehe war und ist den Juden Sex verboten. Wie auch den Katholiken.

Aber warum musste das mit David sein? Na wegen der Überlieferung, weil die Juden im Alten Testament das so vorgeschrieben haben. Sie wollten damit verhindern, dass irgend ein Noname plötzlich mir nichts dir nichts als Messias daher kommt. Also sorgten sie alttestamentarisch vor und ließen nur Nachkommen Davids zu. Wer konnte denn ahnen, dass dieser Galiläer, den man vorsorglich hinrichten ließ, als man seiner in Jerusalem habhaft wurde, posthum zum großen Messias avancierte. Ein Galiläer vom Stamme Davids? So weit kommt's noch. Aber die Jünger waren fleißig am Konstruieren. Immerhin waren sie allesamt Juden und eine neue Religion stand nicht in ihrem Masterplan, also wurde rasch eine Abstammung konstruiert. Aber wie konnte Jesus von Josef abstammen, wenn es doch das Geistwesen war? Man muss dazu wissen, dass diese Theorie mit der himmlischen Befruchtung damals noch keine Anhänger hatte. Da war die Vaterschaft Josefs noch klare Sache. Es gab ja auch die Dreiteilung Gottes noch nicht und eine Welt ohne Dogmen. Folglich war die Verbindung zu David eine ausgemachte Wichtigkeit und die musste her.

Der Esel von TUI

Das wäre heute schwieriger, weil alles in Matrikelbüchern aufgezeichnet ist und sicher nicht mit geringem Fälschungsaufwand zu bewerkstelligen. Dass man dem Josef dann auch noch den beschwerlichen Marsch von Nazareth nach Bethlehem posthum auferlegte, wäre vermutlich nicht notwendig gewesen, es sei denn zur Untermauerung der Abstammungsgeschichte, aber dann hätte es die Volkszählung geben müssen. Eine ziemlich verzwickte Geschichte. Doch lassen wir den Josef mit seiner Frau den Mehrtagesmarsch durch die judäische Wüste unternommen haben und schrauben wir den Kometen für ein paar Tage am höchsten Schafstall von Bethlehem fest und sollen sich drei aus der großen Wissenschaftlerschar in Bethlehem das Kometenspektakel genauer angeschaut und dem König Herodes das Schlottern beigebracht haben, dass jener sofort eine ganze Kompanie Kindermörder nach Bethlehem geschickt hat. Und nehmen wir auch an, dass Josef über Traummail rechtzeitig davon erfahren hat, den zufällig anwesenden Esel mit Verlobter und Stiefsohn belud und eiligst durch die Wüste Sinai knapp 400km an den Nil floh und das auch noch überlebte. Aber wie konnte er am achten Tag nach der Geburt in Jerusalem zu Beschneidung sein? War der Esel von TUI?

Europäische Nüchternheit

Im Mittelalter war das Lesen der Bibel verboten und heute machen sich die wenigsten die Mühe und wenn, dann stolpern sie über dermaßen Ungereimtheiten, dass man es nur noch glauben kann, denn mit Tatsachen bringt man die Geschichte nicht in Einklang. Aber es ist halt so schön. Advent und Weihnachten. Die gemütlich dahin fliehende Heilige Familie unterm schützenden Sternenzelt der Wüstennacht. Freilich war Ägypten auch irgendwie wichtig, wegen der Sklavenschaft der Juden. Früher lauschte man solchen Geschichten aus dem Munde meisterhafter Geschichtenerzähler, die es verstanden, einfache Vorfälle zu wundersamen Erscheinungen in die Phantasie ihres Publikums zu zaubern. Wer konnte denn ahnen, dass irgendwann diese nüchternen Europäer daher kommen und die Geschichten entzaubern, oder noch schlimmer, alles wortwörtlich glauben? Und gerade in dieser Zeit, in diesem Advent ist doch der Weg nach Bethlehem so wichtig und der hell erleuchtete Stall und der weithin strahlende Komet und die Krippe, umringt von betenden Hirten, eingereiht, die Sterndeuter aus dem Osten, mit wertvollen Geschenken. Und niemandem, der fragt, ob denn Gold, Weihrauch und Myrrhe die Flucht nicht behinderten. Freilich, mit dem Gold konnte sich die Heilige Familie einer Karawane anschließen und mit dem Weihrauch den Kamelgestank vertreiben. Das sind aber Sorgen, denen sich die Heilige Familie höchstwahrscheinlich nicht stellen musste. Aber es ist doch herrlich, welch tolles Abenteuer die Geschichtenerzähler des Orients daraus machten und dass uns diese Geschichte immer noch verzaubert.

Advent – eine erschütternde Zeit

Es ist schon in Ordnung, wenn man eine Heimatzeitung hat. Eine Heimatzeitung ist immerhin besser als gar keine Zeitung, denn dann weißt du ja nicht mal, wer die letzte Ölung nicht überlebt hat und demnächst zum letzten Gang ab Friedhofseingang einlädt. So was liest du in der Heimatzeitung und es ist eins der wenigen Dinge, denen man vertrauen kann, weil sonst ist oft Hopfen und Malz verloren. Da liest du, dass Deutschland erschüttert ist, weil die Nationalmannschaft kein Wunder vollbracht hat, sondern entsprechend der spielerischen Leistung ausgeschieden ist. Wenn so was Deutschland erschüttert, dann muss da noch sehr viel Erschütterungspotential vorhanden sein. Vermutlich wird die Erschütterung auf der Richterskala nicht stark aufgefallen sein. Man kann das Ergebnis auch nicht dem Advent zuschreiben, wobei die Versuchung schon da war. Noch nie zuvor hatte die deutsche Nationalmannschaft ein Weltmeisterschaftsspiel am 1. Advent verloren, aber auch noch keins gewonnen. Der Advent ist die Zeit der Ankunft, das war dann auf dem Frankfurter Flughafen. Nun ist Friede, nun ist Advent, keine grölenden schwarz-rot-goldenen Gesichter mehr.

Aber damit beginnt die jährliche Erschütterung des Advents. Die Nachricht verbreitet sich rasant. Über caritative Verbände, über internationale Organisationen und sehr massiv über die Heimatzeitung. Und jedes Jahr ist man auf’s Neue erschüttert, dass es wieder Millionen hungernde Kinder gibt. Da werden mitleiderregende Fotos großflächig abgedruckt, möglichst nah an den Spendenkonten, es flattern herzzerreißende Briefe ins Haus und ganz Deutschland ist erschüttert, wie es schon wieder so weit kommen konnte. Und du überweist schnell, damit das Geld noch im Advent zu Brot für die Welt wird, denn was glaubst du, wie viele Kinder bis Heiligabend noch verhungern können. Bis Heiligabend, bis dahin muss die Hilfe spätestens angekommen sein, sonst sind wir maximal erschüttert. Oder hast du vielleicht schon mal von einem hungernden Kind nach Heiligabend gehört bzw. gelesen? Da war ja das Christkindl da und hat alle beschenkt, damit der Hunger ein Ende hat und unsere Erschütterung.

Ich hab‘ mich schon oft gefragt, warum das Christkindl nur bis zum Ende des Kirchenjahres vorsorgt. Warum kann es den Advent nicht noch drauflegen? Dann müssten die armen Kinder nicht einen ganzen Advent lang hungern und unsere Heimatzeitung könnte über andere Erschütterungen berichten. Oder hungern die Kinder sowieso das ganze Jahr lang, aber außerhalb des Advents berührt uns das nicht? Den Rest des Jahre Können wir auf gutes Gewissen verzichten? Und warum müssen diese Kinder überhaupt hungern? Wir haben doch so viele Dinge erfunden, da müssten wir doch in der Lage sein, ohne die geringste Erschütterung jedes Hungerproblem gründlich zu lösen. Wie lange würde es wohl dauern, eine Hungersnot in Deutschland zu beseitigen?

Dabei kam Jesus nicht in Europa zur Welt, sondern zwischen den Welten, zwischen Europa und Afrika, zwischen Reichtum und Armut. So als hätte er damals schon darauf hingewiesen, dass da eine Verbindung ist, dass er eine Verbindung ist, dass er verbindet. Zu seinen Lebzeiten war Afrika ein reicher Kontinent. Jetzt nicht mehr. Wie viel Schuld trifft uns daran? Wieviel Armut erzeugt Reichtum? Wie viel Schaden richtet unsere Lebensweise an? Täglich erreichen uns im Advent Spendenaufrufe. Es ist moderner Ablasshandel. Überweisen für gutes Gewissen. Wobei wir mit diesem Geld tatsächlich Not lindern.

Aber vielleicht sollten wir darüber hinaus auch mal unser Handeln, unseren Konsum, die von uns verursachten Auswirkungen überdenken und vielleicht sogar glücklicher und zufriedener auf kleinerem Fuß leben. So wie Jesus, dessen Kreißsaal ein Stall bei Bethlehem war und der in seinem Leben nicht über die Grenzen Palästinas hinauskam. Trotzdem hat er die ganze Welt verändert. Wir glauben, dass uns alle Welt offensteht und wissen doch mittlerweile, dass wir der Versuchung widerstehen müssen. Für uns bedeutet das Verzicht, für Afrika Überleben. Wir haben es in der Hand. Nicht nur im Advent, aber auch im Advent.

Der Kreiselschwader

Warum wir Vergangenheit an die Wand nageln

Wenn man mitten in die Industriealisierung der Landwirtschaft hineingeboren wurde, dann erlebt man den Wandel als ständigen Begleiter. In der Wagenhütte standen sie für nie wiederkehrende Zeiten bereit. Ein Pflug, ein Leiterwagen, eine Strohgabel, der Zugschlitten und noch einige weitere einstmals wichtige landwirtschaftliche Arbeitsgeräte. Einzig der Zugschlitten war im Winter für schneidige Abfahrten zu gebrauchen, der Rest nicht. Also fing man an, Pflüge in den Garten zu stellen und Strohbabeln oder Dreschflegel an die Wand zu nageln. Ein bisschen Heimatmuseum an der Stadelwand.

Zum Dreschflegel gesellten sich nach und nach Wagenräder, Sengsen, Rechen, Holzschaufeln und manch anderes einst brauchbares. Nostalgie. Arbeitsgeräte, die man selber noch mit Schweiß tränkte. Als wir den ersten Kreiselschwader bekamen, musste ein 28er Deutz die Maschine antreiben. Das konnte er auch, aber beim Ausheben mit der Hydraulik stellte sich oft spät heraus, wer in Sachen Gleichgewicht Recht bekommen würde. Das war letztlich auch der Kündigungsgrund für den Deutz, er wurde durch einen etwas größeren ersetzt.

Mittlerweile hat den Kreiselschwader das Schicksal des Dreschflegels ereilt, er ist Vergangenheit. Also dachte ich mir, dass es doch ein würdiges Kreiselschwaderende wäre, wenn ich ihn an die Stadelwand nagle. Doch stellte sich schnell heraus, dass beim Kreiselschwader mit Nägeln nichts auszurichten war. Der brauchte eine stabilere Befestigung und ich musste die Lorwand vorher innen mit einer eisenbewährten Betonlage verstärken, aber dann ging es und nun hängt er als stolzes Treibgut der Landwirtschaftsgeschichte fest verschraubt an der Wand. Sogar die Zapfwelle habe ich mit extra Betonankern befestigt, weil Zapfwellen zu Zeiten als Kreiselschwader noch gebraucht wurden, häufig gestohlen wurden.

Beim Orion gelang mir das leider nicht, der war zu sperrig, aber verdient hätte der es auch, ebenso wie der 28er Deutz. Immerhin wäre ich der erste gewesen, der einen 28er Deutz an die Lorwand der Stadels hängt. Interessant wird es in ein paar Jahren, wenn Doppel- und Vierfachschwader an die Lorwände geschraubt werden und dort der erste John Deere 6R 230 als Relikt hängt. Die Zukunft ist nicht aufzuhalten und die Vergangenheit kann man nur bewahren, wenn man sie allgemein sichtbar und zur immer währenden Erinnerung an die Wand nagelt.

Der 8. Tag

Die Vollendung der Schöpfung

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass Gott das gesamte Universum in nur sieben Tagen erschaffen hat, wobei das nicht ganz stimmt, denn am siebten Tag ruhte sich Gott vom Schöpfen aus. Erstaunlich sind dabei zwei Aspekte. Der erste: Gott schuf das gesamte Universum inklusive einer leeren Erde binnen eines einzigen, des ersten Tages. Und der zweite Aspekt: die weiteren vier Tage beschäftigte er sich ausschließlich mit der Gestaltung der Erde und sie wurde richtig schön. Ja, es ist mit absoluter Gewissheit davon auszugehen, dass die Erde der wunderschönste Planet des gesamten Universums ist, wenn Gott so viel Zeit für sie verwendete. Vielleicht hat Gott zu viel Zeit für die Erde aufgewendet, denn als er am sechsten Tag den Menschen erschuf war er müde und schlief am siebten Tag.

Wer müde ist, macht Fehler

Wer müde ist, macht Fehler, das ist eine menschliche Erfahrung, aber Gott kannte keine menschlichen Erfahrungen und da es nach unseren Informationen seine erste Schöpfung war, dürfte Müdigkeit eine neue göttliche Erfahrung gewesen sein. Was hat ihn so müde gemacht? Da er sich nicht nach dem fünften Tag schlafen legte, kommt als Ursache nur der Mensch in Frage. Vielleicht ist er zu egoistisch geraten, möglicherweise raffgierig oder feindselig und kriegerisch. Jedenfalls muss Gott da schon sehr viel unerwartete göttliche Arbeit in die Menschen gesteckt haben, dass er so müde wurde. Jedenfalls legte er sich nach dem Schöpfen der Menschen schlafen.

Während Gott also am siebten Tage schlief, machte sich die Menschheit über seine Schöpfung her. Sie vermehrte sich zunächst zaghaft, legte sich aber trotzdem bald selbst mit sich an. Als Moses sich in seiner Not an Gott wandte, blinzelte Gott kurz, und diktierte ihm zehn Gebote, damit die Menschen fortan in Frieden leben können, dann legte sich wieder hin. So ein göttlicher Tag, das muss man wissen, ist länger als vierundzwanzig Stunden, viel länger.

Am Morgen des achten Tages

Als Gott am Morgen des achten Tages erwachte, warf er einen Blick auf seinen Lieblingsplaneten und stutzte. Was war geschehen? Der ganze Planet war von den Menschen umgestaltet worden. Die Rohstoffe waren ausgebeutet, vielerorts sah er tiefe Löcher und rauchende Türme in die einst schöne und klare Atmosphäre qualmen. Sein Lieblingsplanet sah nicht gut aus gar nicht gut. Gott sah Hunger und gleichzeitig Überfluss. Menschen, die vor Menschen flüchteten und Menschen, die Zäune gegen Flüchtenden errichteten. Ja, Gott sah, dass die Menschen außer Rand und Band geraten waren und auf dem besten Wege, sich selbst zu vernichten. Zwar schienen einige Menschen bereits begriffen zu haben, dass die Menschheit untergeht, aber diese wenigen konnten zu wenig ausrichten. Die Menschen hatten sich zwar Klimaziele gesetzt, erreichten diese aber nicht, ganz im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Und wie zu Mose Zeiten hatten sie einen neuen Götzen erfunden, das Mammon.

In seiner Not sandte Gott Engel auf die Erde, dass sie Unruhe stiften und die Menschen auf den rechten Weg zurückbringen. Die Engel klebten sich an belebten Straßen fest, beschmierten teure Kunstwerke, um auf die viel größere Zerstörung von Gottes Lieblingsplaneten hinzuweisen. Aber die Menschen hörten nicht auf die Engel sondern erzürnten sich über ihre Taten. Die Engel wurde eingesperrt und vor Gerichte gezerrt. Ihre Ermahnungen hörte man nicht aber ihre Aktionen wurden bestraft. 

Der traurige Gott

Das machte Gott traurig, er sah alles an, was der Mensch aus seiner Schöpfung gemacht hatte und erkannte, dass es keine gute Idee ist, eine Schöpfung in Müdigkeit zu krönen. Also musste eine neue Krönung her. Zunächst aber war die alte Krönung noch da. Doch die würde sich selbst beseitigen, man konnte da vielleicht ein bisschen nachhelfen. Also sandte Gott wieder Engel auf die Erde, die zu Luxus und Zügellosigkeit aufriefen. Sie redeten den Menschen ein, dass es sich um eine Klimalüge handele. Die Menschen sollten sich große Autos kaufen, mit Flugzeugen die ganze Welt bereisen und in Saus und Braus leben. Der Konsum wurde zum wichtigsten Ziel und damit er nicht in Gefahr gerät wurden Flüchtlingsströme in Konsumländer abgewehrt. Als Gott sah, dass er die alte Krönung relativ rasch los sein würde, legte er sich wieder hin damit er für den neunten Tag richtig ausgeschlafen ist und die neue Krönung ohne Fehler schöpfen kann.

Der Wald und seine Bäume

Kollektives Bewusstsein oder selektives?

Man mag mich für einen Spinner halten, aber ich verabschiede mich von meinen Bäumen. Also nicht in der Art, dass ich von ihnen wegziehe, sondern dass ich sie einer Verwendung zuführe, die überwiegend dem Erfrierungstod im Winter entgegen wirken soll. Wir heizen mit Stückholz und das seit vielen Jahren. Stückholz wächst nicht im Holzsschuppen, es muss geerntet und mit viel Schweiß auf Ofengröße zerkleinert werden. Holz wärmt öfter.

Wenn ich einem Harvester bei der Arbeit zuschaue, dann fällt mir zuallererst das Wort "respektlos" ein. Baum für Baum wird mit eisernem Griff gepackt und mit einer Hochgeschwindigkeits-Kettensäge gefällt, dann entastet, abgelängt und abgelegt. Kaum eine Minute dauert es vom gesunden Baum bis zum verkaufsfertigen Rundholz.

So ein Baum wächst Jahrzehnte heran, steht auf seinem Platz, bietet vielen Tieren Heimat, bis ein Mensch kommt, der lediglich durch einen Eintrag im Grundbuch das Recht hat, den Baum zu fällen. Freilich mache ich das auch, aber mit Respekt. Meistens gehe ich mindestens einen Tag vor dem Fällen in den Wald und teile dem Baum mit, was ich vorhabe. Dazu lege ich meine Hände an den Stamm und hoffe, dass der Baum meine Absicht fühlt. Das geht nicht auf den Förster Peter Wohlleben zurück, sondern auf das Wunder Natur. Mittlerweile wissen wir, dass Bäume kommunizieren. Wie das genau von statten geht, das wissen wir (noch) nicht.

Wir sind ja immer schnell bei der nüchternen Wissenschaft und alles "unwissenschaftliche" wird schnell als Firlefanz abgetan, aber wissen wir es wirklich, was in der Natur abläuft? Wissen wir, dass Bäume kein Innenleben, keine Persönlichkeit haben? Entdeckt haben wir bisher nichts, aber das beweist nichts. Höchstens, dass wir es nicht wissen. Nennen wir es also Respekt vor einem Lebewesen, das um vieles älter ist als ich. Mit diesem Respekt verabschiede ich mich von einem Baum, den ich bald fällen werde.

Ich glaube, es täte uns und der Natur sehr gut, wenn wir ihr gegenüber mehr Respekt zeigen würden. Wenn wir unser Handeln daran orientieren, wie wir die Natur dabei behandeln. Wenn wir begreifen, dass wir Teil der Natur sind und nicht ihr Ausbeuter. Wenn wir mit Sorgfalt und Achtung leben. Es würde der Natur und damit uns viel besser gehen.

Expertenüberschuss

Der Energiesektor hat 80 Millionen Berater*innen

Nachdem die Corona-Situation in den Normalbetrieb übergegangen ist und kein Mensch mehr intensive Coronaberatung braucht, haben sich die 80 Millionen deutschen Coronaspezialisten nun zu Energiespezialisten umschulen lassen. Es gibt Spezialisten für den möglichst sicheren Blackout, andere wissen ganz genau, wie lange Atomkraftwerke noch nötig sind. Dabei weiß der Wetterbericht immer seltener, wie das Wetter wird. Wieder andere sind Spezialisten auf dem Strommarkt und sehen französische und tschechische Atomstromtsunamies über unser liebes Deutschland hereinbrechen. Dem durchaus sehr fleißigen Wirtschaftsminister wird von Gasspezialisten Halbherzigkeit vorgeworfen und die Unionsparteien sind absolute Profis im Vergessen der eigenen Versäumnisse.

Laufzeit 4 x X Jahre

Aber was ist es denn nun, was uns bevorsteht? Zum Thema Atommeiler kann man feststellen, dass der Ausstieg im Jahre 30.06.2011 vom Bundestag beschlossen wurde. Dass so ein Ausstieg nicht von heute auf morgen möglich ist, wird auch den hoch gebildetsten Atomspezialisten einleuchten müssen. Man hat also Vorsorge getroffen und die Brennstäbe so eingekauft, dass sie zum Ende dieses Jahres ziemlich verbraucht sind. Ein längerer Weiterbetrieb wäre also nur mit neuen Brennstäben möglich und die Brennstäbe, welche in unseren Meilern eingesetzt werden haben eine Brenndauer von 4 Jahren. Man kann also nicht um ein oder zwei Jahre verlängern, das müsste dann ein Vielfaches von 4 sein. Das mag jetzt für das erneuerbare Verweigerungsland Bayern eine Lösung sein, aber auch das Land der Stromtrassen- und Windradgegner muss irgendwann zur Einsicht und anschließend zu Vernunft kommen.

Woanders

Wenn man einen Teich trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen. Wenn man eine Stromtrasse bauen will, darf man nicht die Anwohner fragen und wenn man einen Windpark bauen will, hat das nicht der Dorfgemeinderat zu beschließen. Im Grunde ganz einfach. Da wir aber nun mal ein Land des "woanders" sind, man könnte auch sagen ein Land von Egoisten, die alles immer nur woanders haben wollen, muss die Politik erforderliche Rahmenbedingungen schaffen, damit "woanders" auch mal innerhalb des eigenen Horizonts liegen kann und sei er noch so begrenzt.

Population Angsthasen

Es wird ja bei allem Neuen sofort Gefahr gewittert. Beim Windrad sind es der Infraschall und geschredderte Vogelpopulationen, bei Stromtrassen ist es vermutlich Kupferallergie. Nur die Atomkraft scheint absolut ungefährlich, fragt man die Bürgermeister der Meilerstandorte. Deren Angst ist höchstens gewerbesteuerlich begründet. Während der Rotmilan von Windrädern bedroht wird und die Haselmausbestände im Umfeld von Haselmausbrücken massiv zurückgegangen scheinen, hat die Population der Angsthasen extrem zugenommen. Sie scheint vom Klimawandel zu profitieren und das obwohl sie auch vor ihm Angst hat aber trotzdem alles verhindern will, was den Klimawandel bremsen könnte. Man sollte die Gefahr durch Angsthasen nicht kleinreden, sie ist vielleicht die größte aller Gefahren. Wer zu spät kommt, den bestraft das Klima.

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